San Francisco  Sourdough Bread

Als im Jahre 1848 in Coloma, Kalifornien, Gold entdeckt wurde, löste dies einen weltweiten Goldrausch aus. Menschen aus aller Welt kamen mit nicht viel mehr als den Kleidern auf dem Leib. Zu den kostbarsten Besitztümern dieser Menschen gehörte Sauerteig, das Versprechen von Brot und einem vollen Magen ohne die horrenden Preise zu zahlen, die von den fliegenden Händlern aufgerufen wurden. Tausenden von hoffnungsvollen (und hungrigen) Schürfern gaben diese wilden Mikroorganismen ein Gefühl von Heimat und Stabilität.

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Noch heute trägt das Maskottchen des Baseballclubs San Francisco 49ers den Namen "Sourdough Sam"

Als dann später in Kanada, am Yukon, Gold gefunden wurde, zog es die Schürfer in den hohen Norden. Lebensmittel waren dort noch schwerer zu bekommen in den langen dunklen Wintern. Sauerteig war ein integraler Bestandteil des harten Lebens. Er war immer verfügbar, entweder man lieh sich etwas Starter von einem befreundeten Schürfer, oder man setzte selber welchen an. Um den kostbaren Sauerteig zu schützen, wurde er in einem kleinen Beutel am Körper getragen.

Jeder Siedler, der in den Wilden Westen zog, mußte einen ordentlichen Mehlvorrat nachweisen.

Bild Oben: Wikimedia.org

Bild Mitte: Fanseite San Francisco 49ers

Bild Unten: Sandy’s erster Brotlaib

© National Archives of Canada / H.J. Woodside Collection

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